Thomas Herrmann
Nachbar
Kontakt
Als ich noch Student war, suchte ich in der Jobvermittlung des Studentenwerks Leipzig nach einer Tätigkeit, mit der ich einfach nur etwas Geld verdienen kann. Da fand ich die ehrenamtliche Tätigkeit bei der QuartierPflege, die beides verband: Ein Entgelt und ein sehr nützliches Engagement. Das war für mich genau das Richtige.
In der QuartierPflege angekommen erlebe ich eine doppelte Dankbarkeit: Zum einen bin ich älteren, pflegebedürftigen Menschen nahe und merke, wie gut es mir als jüngerer Mensch doch gesundheitlich geht, wie schwer es im Alter sein kann. Und zum anderen erlebe ich, wie dankbar diese Menschen sind, wenn ich sie unterstütze. Für dieses Dankbarkeitserleben bin ich nun wieder überaus dankbar.
In meinen Sorgegemeinschaften spüre ich, dass es ein starkes Bedürfnis nach sozialem Kontakt, nach Austausch gibt. Wichtig ist mir und auch für die pflegebedürftigen Personen, die Balance hinzubekommen, zwischen ihren durchaus nachvollziehbaren zeitlichen Wünschen auf der einen und meinen zeitlichen Ressourcen auf der anderen Seite. Ein offenes Vertrauensverhältnis mit klaren Regeln und auch Grenzen ist da hilfreich. Und auch eine Rollenklärung, um eine Vereinnahmung zu vermeiden – so meine Erfahrung